TV 1908 Kirchzell

Starke zweite Halbzeit beschert TVK deutlichen Auswärtssieg

Der TV Kirchzell hat seinen positiven Lauf in der 3. Liga Süd-West fortgesetzt. Beim HV Vallendar setzte sich der Odenwaldexpress nach einer lange ausgeglichenen ersten Hälfte am Ende deutlich mit 36:25 (15:14) durch. Grundlage für den Auswärtserfolg war vor allem eine starke zweite Halbzeit, in der sich der TVK nach dem 17:17 entscheidend absetzen konnte.

Dass das Endergebnis am Ende so deutlich ausfallen würde, war über weite Strecken der ersten Hälfte nicht abzusehen. Vallendar erwischte den etwas besseren Start und legte zunächst immer wieder vor. Kirchzell blieb jedoch dran und ließ die Gastgeber nie weiter davonziehen. Über 3:3, 6:6 und 9:9 entwickelte sich eine völlig offene Begegnung.

Auch eine zwischenzeitliche 10:9-Führung der Gastgeber brachte den TVK nicht aus der Ruhe. Mit vier Treffern von Mario Stark innerhalb weniger Minuten übernahm Kirchzell beim 10:10 zunächst wieder das Kommando und legte anschließend zum 13:11 vor. Vallendar blieb allerdings hartnäckig und glich kurz vor der Pause noch einmal zum 14:14 aus. Praktisch mit der Halbzeitsirene war es Jannik Wolf, der den TVK mit seinem Treffer zum 15:14 doch noch mit einer knappen Führung in die Kabine schickte.

„Wir wussten, dass Vallendar mit jedem Gegner mithalten kann und dass wir irgendwann unsere Chance bekommen würden, uns mit ein paar Toren abzusetzen“, erklärte TVK-Trainer Povilas Babarskas nach der Partie. Bereits gegen Ende der ersten Hälfte habe seine Mannschaft eine solche Gelegenheit gehabt, diese aufgrund einiger vergebener Möglichkeiten aber noch nicht nutzen können.

Nach dem Seitenwechsel blieb Vallendar zunächst dran. Niklas Ihmer traf zum 16:14, doch die Gastgeber antworteten mit zwei Treffern und stellten auf 16:16. Wenig später fiel beim 17:17 erneut der Ausgleich – es sollte das letzte Mal an diesem Abend sein, dass beide Mannschaften gleichauf lagen.

Denn nun folgte die stärkste Phase des TVK. Levgen Zhuk traf zweimal, Lasse Becker legte nach und Tom Spieß erhöhte mit einem Doppelpack auf 22:17. Innerhalb weniger Minuten hatte sich Kirchzell erstmals einen komfortablen Vorsprung erarbeitet.

„Da hatten wir einige Ballgewinne, Löffelmann hat ein paar Bälle gehalten und wir konnten mit vier, fünf Toren weggehen“, beschrieb Babarskas die entscheidende Phase. Mit der Führung im Rücken sei anschließend auch der Druck etwas abgefallen und seine Mannschaft habe zunehmend befreiter aufspielen können.

Vallendar versuchte noch einmal gegenzuhalten und verkürzte auf 18:22, doch der TVK ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Jannik Wolf, Joshua Osifo, Niklas Ihmer und Levgen Zhuk sorgten dafür, dass Kirchzell die Gastgeber auf Distanz hielt. Beim 26:20 war der Vorsprung bereits auf sechs Treffer angewachsen.

In der Schlussphase wurde es schließlich deutlich. Der TVK nutzte seine Möglichkeiten konsequent und setzte sich über 30:22 und 33:22 immer weiter ab. Dabei verteilte sich die Verantwortung auf viele Schultern. Selbst Torhüter Joshua Löffelmann trug sich beim 32:22 in die Torschützenliste ein. Den Schlusspunkt setzte Vadym Oskilko praktisch mit der Sirene zum 36:25-Endstand.

Zufrieden zeigte sich Babarskas insbesondere mit der Konzentration seiner Mannschaft. Vallendar agierte über weite Strecken mit sieben Feldspielern und stellte die Kirchzeller Defensive damit vor eine besondere Aufgabe. „Das ist nicht einfach zu verteidigen. Wir haben uns aber mehr oder weniger an unseren Matchplan gehalten“, bilanzierte der Trainer. Auch mit der Leistung seiner Torhüter zeigte sich Babarskas sehr zufrieden.

Vor allem wollte der TVK-Coach den Erfolg jedoch nicht an einzelnen Spielern festmachen: „Das war eine volle Mannschaftsleistung. Jeder hat für den Sieg alles gegeben.“

So stand nach 60 Minuten ein Ergebnis auf der Anzeigetafel, das nach der ausgeglichenen ersten Hälfte kaum zu erwarten gewesen war. 21:11 gewann Kirchzell den zweiten Durchgang und machte aus der knappen 15:14-Pausenführung einen souveränen 36:25-Auswärtssieg.

Damit kann der TVK seinen positiven Lauf fortsetzen und mit weiterem Selbstvertrauen in die kommende Trainingswoche gehen. Lange ausruhen kann sich der Odenwaldexpress auf dem deutlichen Auswärtserfolg allerdings nicht: Bereits am Samstag, 10. Oktober, um 19:30 Uhr wartet die nächste Aufgabe. Dann empfängt der TV Kirchzell die Bergischen Panther in der Dreifachsporthalle Miltenberg. Dort soll der zuletzt eingeschlagene Weg vor heimischem Publikum fortgesetzt werden.