Der TV Kirchzell hat das Derby gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden für sich entschieden und sich vor heimischer Kulisse einen verdienten 27:24-Erfolg gesichert. Grundlage des Sieges waren eine über weite Strecken sehr stabile Abwehrleistung und ein überragend aufgelegter Tobias Evers im Tor.
Der TVK erwischte den besseren Start in die Partie und ging früh in Führung. Bereits in den Anfangsminuten zeigte sich, worauf es in diesem Derby ankommen sollte: hohe Konzentration in der Defensive, aggressives Verschieben und ein Torhüter, der sofort im Spiel war. Trotz einzelner Ballverluste und ausgelassener Chancen blieb der TVK ruhig und hielt die HSG zunächst auf Distanz.
Die Gäste kamen vor allem über Siebenmeter im Spiel, Sam Hoddersen zeigte sich vom Punkt sicher. Dennoch gelang es der HSG nicht, dauerhaft die Kontrolle zu übernehmen. Der TVK blieb im Angriff variabel, traf aus dem Rückraum, über den Kreis und im Tempospiel. Kurz vor der Pause setzte sich Kirchzell wieder leicht ab und ging mit einer knappen 13:12-Führung in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich: Der TVK verteidigte aufmerksam, arbeitete geschlossen und zwang die HSG immer wieder zu schwierigen Abschlüssen. Tobias Evers war in dieser Phase ein entscheidender Faktor, entschärfte mehrere freie Würfe und hielt seinem Team in kritischen Momenten den Vorsprung fest. Im Angriff nutzte der TVK seine Chancen nun konsequenter und baute die Führung Schritt für Schritt aus.
In der Schlussphase stemmte sich die HSG noch einmal gegen die Niederlage, verkürzte mehrfach und blieb bis in die letzten Minuten gefährlich. Doch der TVK behielt die Nerven, setzte immer wieder die richtigen Akzente und machte spätestens mit dem Treffer zum 27:23 den Deckel drauf. Selbst in der letzten Aktion zeigte sich die defensive Entschlossenheit noch einmal – ein passender Schlusspunkt eines intensiven Derbys.
Mit diesem 27:24-Derbysieg belohnt sich der TVK für eine konzentrierte, kämpferische Leistung und eine starke Teamarbeit. Die Halle stand bis zur letzten Minute – und durfte am Ende gemeinsam mit der Mannschaft jubeln.