Nach dem Punktgewinn gegen die SG Leutershausen wartet auf den TV Kirchzell bereits die nächste anspruchsvolle Aufgabe vor heimischem Publikum. Am Samstag, 26. September, empfängt der Odenwaldexpress um 19.30 Uhr die TSG Münster in der Dreifachsporthalle Miltenberg-Nord. Die Gäste sind mit 7:1 Punkten noch ungeschlagen und reisen entsprechend selbstbewusst nach Miltenberg.
Der TVK zeigte zuletzt beim Unentschieden gegen Leutershausen wieder ein deutlich anderes Gesicht als bei den beiden vorangegangenen Auswärtsspielen. Trainer Povilas Babarskas sah dabei in beiden Bereichen Fortschritte. „Gegen Leutershausen haben wir schon viele gute Sachen gemacht, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff“, sagt der Kirchzeller Coach. Dass dabei nicht alles fehlerfrei lief, sei völlig normal.
Ein Thema zieht sich allerdings durch die vergangenen Begegnungen: die Phasen unmittelbar nach der Halbzeit. Auch gegen Leutershausen hatte sich Kirchzell vor der Pause ein Polster erarbeitet, geriet anschließend aber wieder stärker unter Druck. Babarskas sieht einen möglichen Grund im hohen Aufwand, den seine Mannschaft zuvor betreibt. „Die Spieler haben in der ersten Halbzeit sehr, sehr viel investiert. Danach sind es vielleicht nicht mehr 100 Prozent, sondern nur noch 90 Prozent.“ Gegen Mannschaften mit der Qualität von Leutershausen oder Münster sei genau das zu wenig.
Entsprechend wird es am Samstag darauf ankommen, die eigene Leistung möglichst über die gesamten 60 Minuten auf die Platte zu bringen. Denn Münster hat in den ersten vier Saisonspielen noch keine Niederlage hinnehmen müssen und steht mit 7:1 Punkten auf Rang fünf. Kirchzell geht mit 3:5 Punkten als Tabellenelfter in die Partie.
Babarskas erwartet einen Gegner, der nicht nur von einzelnen Spielern lebt. Münster habe sich verstärkt, sei auf allen Positionen doppelt besetzt und verfüge über mehrere Akteure, die Situationen mit ihrer individuellen Qualität entscheiden können. Für den TVK wartet damit die nächste echte Herausforderung in der noch jungen Saison.
Weber als besondere Qualität
Mit Patrick Weber verfügt Münster über einen der gefährlichsten Akteure der Liga, der dem TVK auch in der Vergangenheit bereits einige Probleme bereitet hat. Gerade seine Fähigkeit, auch aus schwierigen Situationen heraus zum Abschluss zu kommen, macht ihn so gefährlich. „Manchmal ist der Angriff eigentlich schon tot, dann nimmt er den Ball und haut ihn aus elf Metern in den Winkel“, beschreibt Babarskas seine Qualitäten. Gleichzeitig warnt der TVK-Coach davor, Münster nur auf Weber zu reduzieren. Die TSG verfügt über mehrere Spieler mit hoher individueller Qualität und ist auf allen Positionen stark besetzt.
Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter der personellen Situation beim Odenwaldexpress. Unter der Woche hatte eine kleinere Krankheitswelle Teile der Mannschaft erwischt. Babarskas hofft, dass sich die Situation bis zum Anpfiff entspannt und ihm am Samstag möglichst alle Spieler zur Verfügung stehen.
Kopf oben behalten – auch wenn es schwierig wird
Trotz der Qualität des Gegners will sich Kirchzell in eigener Halle keineswegs verstecken. Gerade das Spiel gegen Leutershausen hat gezeigt, welche Energie die Mannschaft gemeinsam mit den Zuschauern in Miltenberg entwickeln kann. Und Babarskas weiß, dass gegen Münster vermutlich auch Phasen kommen werden, in denen nicht alles funktioniert.
Dann soll seine Mannschaft genau das vermeiden, was ihr zuletzt teilweise Probleme bereitet hat: nachzulassen oder den Glauben zu verlieren. „Wir spielen zu Hause, vor unseren Zuschauern. Auch wenn es schlechtere Phasen gibt, dürfen wir nie den Kopf hängen lassen. Wir müssen den Kopf oben behalten und alles geben. Nach 60 Minuten werden wir sehen, wofür es gereicht hat.“
Für den Odenwaldexpress ist damit klar: Gegen einen bislang ungeschlagenen und individuell stark besetzten Gegner wird es eine konzentrierte Leistung über die gesamte Spielzeit brauchen. Mit den eigenen Zuschauern im Rücken will der TVK alles investieren, um die nächsten Punkte in Miltenberg zu behalten.
Anpfiff ist am Samstag, 26. September, um 19.30 Uhr in der Dreifachsporthalle Miltenberg-Nord.


