Was für ein Krimi im Saarland! Der TV Kirchzell sicherte sich mit dem allerletzten Wurf ein 29:29-Unentschieden beim TV Homburg – ein Punktgewinn, der hart erarbeitet war.
Die Gastgeber starteten hochmotiviert und legten früh vor. Kirchzell geriet schnell ins Hintertreffen, blieb jedoch ruhig und arbeitete sich Schritt für Schritt zurück. Trotz einiger Fehlwürfe in der ersten Halbzeit blieb der TVK in Schlagdistanz und ging mit einer knappen Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel bot sich die große Chance, das Spiel klarer in die eigene Richtung zu lenken. Kirchzell erspielte sich mehrere freie Würfe, verpasste es jedoch, den Vorsprung auf drei oder vier Tore auszubauen. Genau diese Phase ärgerte den Trainer im Nachgang besonders: Man habe perfekte Chancen herausgespielt, aber zu viele davon ungenutzt gelassen. Insgesamt standen am Ende 22 Fehlwürfe in der Statistik – deutlich zu viel, vor allem weil viele Abschlüsse frei vor dem Tor vergeben wurden.
Defensiv zeigte der TVK über weite Strecken eine ordentliche Leistung und hielt Homburg immer wieder in Schach. Dennoch blieb die Partie eng, weil im Angriff die letzte Konsequenz fehlte und man den Gegner dadurch im Spiel hielt.
In der Schlussphase spitzte sich die Begegnung dramatisch zu. Homburg ging erneut in Führung, beide Mannschaften nahmen ihre Auszeiten, jeder Angriff stand unter maximalem Druck. 59:58 Minuten waren gespielt, als Kirchzell doch noch zum 29:29 ausglich – Sekunden später ertönte die Schlusssirene.
Unterm Strich bleibt ein intensives Auswärtsspiel mit Licht und Schatten: viel Einsatz, gute spielerische Ansätze – aber auch zu viele ausgelassene Großchancen. Der späte Ausgleichstreffer sichert dem TVK dennoch einen wichtigen Punkt im Kampf um die nächsten Aufgaben.