Was für ein Ende in der Dreifachsporthalle Miltenberg: Der TV Kirchzell hat sich gegen die Bergischen Panther nach einem intensiven und über weite Strecken völlig offenen Spiel einen Punkt gesichert. In einer dramatischen Schlussphase lag der TVK 37 Sekunden vor dem Ende noch mit 34:35 zurück. Mit der Schlusssirene war es schließlich Joshua Osifo, der zum umjubelten 35:35-Endstand traf.
Von Beginn an entwickelte sich eine torreiche und ausgeglichene Partie. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zunächst entscheidend absetzen. Nach dem 3:3 durch Anton Bayer und dem 4:3 von Tim Häufglöckner wechselte die Führung immer wieder. Auf Kirchzeller Seite zeigte sich vor allem Mario Stark in der ersten Hälfte äußerst treffsicher. Auch Joshua Löffelmann war mit mehreren wichtigen Paraden zur Stelle.
Bis zum 12:12 in der 22. Minute blieb die Begegnung vollkommen offen. Anschließend gelang es dem TVK erstmals, sich einen kleinen Vorteil zu erspielen. Niklas Ihmer und Tom Spieß sorgten für das 14:12. Kurz vor der Pause bauten Joshua Osifo und Jannik Wolf den Vorsprung aus, ehe Tom Spieß praktisch mit Ablauf der ersten Hälfte den Treffer zum 19:17-Pausenstand erzielte.
Nach dem Seitenwechsel kam Kirchzell zunächst gut aus der Kabine. Ihmer erhöhte auf 20:17, Spieß stellte wenig später auf 21:18. Doch die Panther ließen sich nicht abschütteln. Beim 21:21 in der 37. Minute war die Partie wieder ausgeglichen. Kurz darauf musste Panthers Sam Lindemann nach seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Feld.
Kirchzell legte durch Ihmer und Häufglöckner wieder auf 24:22 vor, doch anschließend kippte die Partie. Die Gäste nutzten einige Kirchzeller Fehler konsequent und drehten das Spiel mit einem 5:0-Lauf auf 27:24. Auch eine Auszeit des TVK konnte diesen Lauf zunächst nicht stoppen.
Doch Kirchzell gab sich nicht geschlagen. Trainer Povilas Babarskas brachte Tobias Evers für Joshua Löffelmann ins Tor – und der fügte sich mit wichtigen Paraden hervorragend ein. Gleichzeitig bekam die TVK-Abwehr wieder deutlich mehr Zugriff. Evers parierte unter anderem einen Siebenmeter, während Kirchzell im Angriff Stück für Stück herankam. Levgen Zhuk verwandelte in der 52. Minute vom Siebenmeterpunkt zum 29:29-Ausgleich.
Von nun an entwickelte sich ein echter Kampf um jeden Ball. Die Spannung in der Kirchzeller Abwehr stimmte, und auch die Halle war spätestens jetzt voll da. Jannik Wolf übernahm in der Schlussphase viel Verantwortung und hielt den Odenwaldexpress mit wichtigen Treffern im Spiel. Beim 30:30 und später beim 33:34 blieb Kirchzell den Panthern dicht auf den Fersen.
Als Joe Ballmann in der 59. Minute zum 35:33 für die Gäste traf, wurde es richtig eng. Bei 58:44 Minuten nahm der TVK seine Auszeit. Joshua Osifo verkürzte auf 34:35, worauf die Panther bei 59:23 Minuten ihrerseits die letzte Auszeit nahmen.
Noch 37 Sekunden waren zu spielen – und Kirchzell warf noch einmal alles hinein. Der TVK bekam tatsächlich die Gelegenheit zum letzten Angriff. Mit der Schlusssirene landete der Ball durch Joshua Osifo im Tor. 35:35! Die Dreifachsporthalle stand Kopf, während die Kirchzeller den in letzter Sekunde erkämpften Punkt feierten.
Am Ende steht ein Unentschieden, das angesichts des Spielverlaufs vor allem eines zeigt: Der TVK ließ sich weder vom zwischenzeitlichen Rückstand noch von schwierigen Phasen aus der Partie werfen. Nach dem 24:27 kämpfte sich die Mannschaft zurück und belohnte sich buchstäblich mit der letzten Aktion des Abends.
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