TV 1908 Kirchzell

TVK hält lange dagegen – junge Spieler setzen im Derby ein Ausrufezeichen

Der TV Kirchzell musste sich im Derby beim TV Gelnhausen am Ende mit 27:36 geschlagen geben. Trotz der deutlichen Niederlage zeigte der TVK vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und bot dem Favoriten lange Paroli.

Kirchzell erwischte einen optimalen Start und ging früh mit 3:0 in Führung. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte präsentierte sich die Mannschaft konzentriert, fand im Angriff immer wieder Lösungen und hielt das Spiel bis kurz vor der Pause offen. Beim Stand von 16:17 aus TVK-Sicht ging es in die Kabine – ein Zwischenstand, der den Spielverlauf widerspiegelte.

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch innerhalb weniger Minuten. In Unterzahl gestartet, kassierte der TVK zunächst ein Gegentor, ließ anschließend einen Siebenmeter sowie einen freien Wurf ungenutzt und geriet so schnell mit mehreren Toren in Rückstand. Gelnhausen nutzte diese Phase konsequent, gewann an Sicherheit und setzte sich entscheidend ab.

„Wir haben in der ersten Halbzeit ordentlich mitgehalten, vor allem im Rückzugsverhalten und im Angriff gute Lösungen gefunden“, erklärte der Trainer nach dem Spiel. „Aber direkt nach der Pause haben wir unsere Chancen nicht genutzt – und gegen so eine Mannschaft ist das sofort gefährlich.“

Erschwerend kam hinzu, dass der TVK personell nicht aus dem Vollen schöpfen konnte. Neben dem Ausfall von Luis Hauptmann wurde auch auf einen Einsatz von Spielmacher Tom Spieß verzichtet, um kein Risiko einzugehen. Dadurch rückten mehrere junge Spieler in den Fokus – und nutzten ihre Chance.

„Viele junge Spieler haben Einsatzzeiten bekommen und ihre Sache gut gemacht“, so der Trainer weiter. Besonders erfreulich: Mehrere Akteure trugen sich in die Torschützenliste ein. Vadym Oskilko übernahm Verantwortung, erzielte mehrere Treffer und holte wichtige Siebenmeter heraus. Auch Nachwuchsspieler wie Lasse Becker konnten sich auszeichnen und sammelten wertvolle Erfahrungen auf diesem Niveau.

Bis in die Schlussphase hinein kämpfte der TVK, musste jedoch anerkennen, dass Gelnhausen mit zunehmender Spielzeit seine Qualität und Breite im Kader ausspielte. „Wenn wir unsere Siebenmeter besser nutzen, bleibt das Spiel deutlich enger“, betonte der Trainer abschließend.

Trotz der Niederlage überwiegen somit auch positive Aspekte: Der TV Kirchzell hielt über weite Strecken mit einem Topteam der Liga mit und konnte insbesondere seinen jungen Spielern wichtige Einsatzzeiten auf hohem Niveau ermöglichen.